Wünsche an den Tod
Vor kurzem gab der jährlich wiederkehrende Anlass zu eine Formulierung, die manchen irritiert hat, der sie hörte:
ich möchte gerne sterben und beerdigt werden, wenn ein sonniger, warmer fröhlicher Tag ist! Nichts mit Winter, Dunkelheit, Kälte, Nebel; kein Matsch, Eiswind oder Dauerregen. Nein, an solchen Tagen wird nicht gestorben!
Aber erst mal Entwarnung: mein Tod steht nicht aktuell geschniegelt und parfümiert vor der Tür und klopft - ääh, hoffe ich doch.
Wenn ich sterbe - und das geschieht bei meiner Option erst nach weiteren 40 bis 60 gesunden, fitten, bedürftigkeitsfreien, abgesicherten, partner- und familienbegleiteten Jahren, dann aber erwartet und vorbereitet und schnell - wenn ich also sterbe, hätte ich es wenigstens gerne warm.
Natürlich gehe ich davon aus, dass das nicht relevant für mich ist.
Aber ich habe dann so oft Geburtstag im Winter gehabt, wo es kalt und dunkel ist; wenn viele Leute noch hektischer schon im vorweihnachtlichen Stress sind; wo man dick eingepackt ist mich Schichten von Kleidung; wenn verstärkte Erkältungszeit ist etc.
Könnte ich dann nicht nach all den Geburtstagen mit üsseligem Wetter wenigstens einen netten, warmen, lichtdurchfluteten Sonnentag zum Sterben bekommen?
Und ich stelle mir auch gerne vor, dass die Mensche bei meiner Beerdigung von der Sonne angelacht werden, ein leichter Wind durch deren Haare fährt und es ein wenig freundlich aussieht.
Ich finde Beerdigungen grauenvoll, die unter Regenschirmen verbracht werden müssen. Oder wo einem trotz aller Maßnahmen zur vielleicht inneren Kälte auch noch die Füße einfrieren. Zähneklappern, das die Lieder begleitet oder Blicke auf die Uhren, wie lange das noch dauert, sind auch nicht willkommen.
Es ist wirklich ein tiefer Herzenswunsch von mir, ich war selbst erstaunt, wie das plötzlich aus mir rausgeplatzt ist.
Nun denn, die tageszeitlichen bzw. wetterbedingten Gegebenheiten sind also schon mal beschlossen. Sonst habe ich nur mehr oder weniger konkrete Vorstellungen, wie ich meine Beerdigung erleben wollte, wenn ich denn könnte.
Ist das abstrus, wie mir gesagt wurde? Viel zu weit weg, als dass ich mich damit beschäftigen sollte?
Nein, bestimmt nicht. Ich meine sogar vielmehr, dass es nötig ist, sich Gedanken zu machen.
Hört man denn nicht jeden Tag davon, dass man sein Leben nach seinen Vorstellungen gestalten soll? Warum also sollte der Tod oder die Beerdigung davon ausgeschlossen werden; schliesslich gehört der Schlusspunkt auch zum Satz dazu, oder?!
Zusätzlich glaube ich auch, dass es für die Hinterbliebenen hilfreich ist, sich nicht auch noch um "event"-organisatorische Dinge kümmern zu müssen.
Also: gut durchdacht und vorbereitet sollte gestorben werden .. und so einige Ideen habe ich da noch.
Wie ist das bei dir? Machst du dir schon oder noch nicht Gedanken über deinen Abschied vom Leben?
Kümmert es dich nicht und willst es den anderen überlassen?
Oder übernimmst du auch gerne die Regie bis zum "The End"?
ich möchte gerne sterben und beerdigt werden, wenn ein sonniger, warmer fröhlicher Tag ist! Nichts mit Winter, Dunkelheit, Kälte, Nebel; kein Matsch, Eiswind oder Dauerregen. Nein, an solchen Tagen wird nicht gestorben!
Aber erst mal Entwarnung: mein Tod steht nicht aktuell geschniegelt und parfümiert vor der Tür und klopft - ääh, hoffe ich doch.
Wenn ich sterbe - und das geschieht bei meiner Option erst nach weiteren 40 bis 60 gesunden, fitten, bedürftigkeitsfreien, abgesicherten, partner- und familienbegleiteten Jahren, dann aber erwartet und vorbereitet und schnell - wenn ich also sterbe, hätte ich es wenigstens gerne warm.
Natürlich gehe ich davon aus, dass das nicht relevant für mich ist.
Aber ich habe dann so oft Geburtstag im Winter gehabt, wo es kalt und dunkel ist; wenn viele Leute noch hektischer schon im vorweihnachtlichen Stress sind; wo man dick eingepackt ist mich Schichten von Kleidung; wenn verstärkte Erkältungszeit ist etc.
Könnte ich dann nicht nach all den Geburtstagen mit üsseligem Wetter wenigstens einen netten, warmen, lichtdurchfluteten Sonnentag zum Sterben bekommen?
Und ich stelle mir auch gerne vor, dass die Mensche bei meiner Beerdigung von der Sonne angelacht werden, ein leichter Wind durch deren Haare fährt und es ein wenig freundlich aussieht.
Ich finde Beerdigungen grauenvoll, die unter Regenschirmen verbracht werden müssen. Oder wo einem trotz aller Maßnahmen zur vielleicht inneren Kälte auch noch die Füße einfrieren. Zähneklappern, das die Lieder begleitet oder Blicke auf die Uhren, wie lange das noch dauert, sind auch nicht willkommen.
Es ist wirklich ein tiefer Herzenswunsch von mir, ich war selbst erstaunt, wie das plötzlich aus mir rausgeplatzt ist.
Nun denn, die tageszeitlichen bzw. wetterbedingten Gegebenheiten sind also schon mal beschlossen. Sonst habe ich nur mehr oder weniger konkrete Vorstellungen, wie ich meine Beerdigung erleben wollte, wenn ich denn könnte.
Ist das abstrus, wie mir gesagt wurde? Viel zu weit weg, als dass ich mich damit beschäftigen sollte?
Nein, bestimmt nicht. Ich meine sogar vielmehr, dass es nötig ist, sich Gedanken zu machen.
Hört man denn nicht jeden Tag davon, dass man sein Leben nach seinen Vorstellungen gestalten soll? Warum also sollte der Tod oder die Beerdigung davon ausgeschlossen werden; schliesslich gehört der Schlusspunkt auch zum Satz dazu, oder?!
Zusätzlich glaube ich auch, dass es für die Hinterbliebenen hilfreich ist, sich nicht auch noch um "event"-organisatorische Dinge kümmern zu müssen.
Also: gut durchdacht und vorbereitet sollte gestorben werden .. und so einige Ideen habe ich da noch.
Wie ist das bei dir? Machst du dir schon oder noch nicht Gedanken über deinen Abschied vom Leben?
Kümmert es dich nicht und willst es den anderen überlassen?
Oder übernimmst du auch gerne die Regie bis zum "The End"?
EndlosFaden - 17. Dez, 17:04

