filzen

Sonntag, 20. Januar 2008

Nanu, Nuno

Noch mehr Buch- bzw.Kalenderhüllen habe ich gefilzt - die Nunotechnik ist einfach klasse:

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Leider sieht man nicht die Details wie hand- und maschinengestickte Nähte oder die Rocailles .. nun ja, dann muss es eben so reichen.

(*seufz*, ja, ich verspreche es, irgendwann werde ich mal brauchbare Fotos machen, wenn ich irgendwann mal eine wirklich gute Cam für Nahaufnahmen habe)

Mittwoch, 8. August 2007

Als er vom Himmel fiel,

war es ziemlich laut in der Gegend, wo er aufschlug.
Percy 007 - unterwegs in intergalaktischem Forschungsauftrag für die königliche Majestät seines Heimatplaneten - hatte die planetaren Erdanziehungskräfte unterschätzt und musste in einer unbekannten Stadt notlanden.

Etwas benommen taumelte er umher, sich der Geräuschquelle nähernd. Dann sah er endlich die Ursache für den Lärm: eine Reihe bunt geschmückter Wagen mit lustigen Erdlingen, alle entweder dürftig oder sehr speziell bekleidet. Winkend und lachend standen sie da, inmitten von lauten, rhythmischen Schallwellen, die bei ihm Magendrehen und eingeschränkte Sehfähigkeit verursachten.

Diese Beschwerden teilten offenbar nicht die hundertausende der Erdlinge, die ebenso gekleidet und ebenso fröhlich an den Seiten der Wagenkolonne standen. Hier fiel ihm auf, dass viele sich an diversen Körperöffnungen rieben oder sie aufeinander pressten.

Percy konnte darin keinen Sinn erkennen.
Er wusste nicht, wo er war. Er wusste nicht, was das war. Er wusste nicht, warum das so war. Er wusste auch nicht, was er tun sollte.
Als er noch sinnierend und hilflos umherstand, fühlte er sich plötzlich von einer Gruppe mit Lederstriemen bekleideten Erdlingen ergriffen. Offenbar waren diese sehr freundlich und extrem erfreut über seine Anwesenheit. Wie Percy vermutete, wollten sie sich rührend um ihn kümmern, indem sie ihn mit den gängigen Aufnahmeritualen zu einem der ihren machten.

Leider konnte er nicht erkennen, was genau mit ihm geschah; doch er spürte etliche Stiche an verschiedenen Körperstellen, wonach ihm plötzlich genau dort Metallteile wuchsen.
Ein wenig mulmig wurde ihm zunächst, als die Erdlinge seinen geheimen ultra-mega-super-ionisierten Rüsselsensor entdeckten. Erst dacht er, sie wollten ihn stehlen, doch sie führten ihrerseits nur die eigenen Sensoren ein und hinterliessen eine für ihn undefinierbare Masse, die ihn in einen nie gekannten glücksauslösenden Dämmerzustand versetzte.

Und da wusste er es endlich: er war angekommen, hatte sein wahres Ich gefunden; hier durfte er endlich sein, was ihm unvorstellbar war; hier endlich war er nun der, der er schon immer sein wollte:

Percy, der Gepiercte

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Montag, 30. Juli 2007

3D-Filz

haben wir auch bei Elina gemacht. Hier ging es darum, in der Fläche die gewünschten dreidimensionalen Gebilde so mit einzufügen, dass sie in einem Filzdurchgang eingewalkt werden und auch dran bleiben :-) .
Gern gesehen wurden von ihr ü-ei-artige Gebilde, - offenbar liebt sie diesen Augenblick, wenn das 3D-Objekt aufgeschnitten wird und man dann erst sieht, wie das darin verborgene und vorher eingearbeitete Filzteil erscheint. Tja, ich kann es verstehen, ich finde das auch einen spannenden Augenblick.

Ich habe mich daran probiert, mehrere freie Schichten übereinander zu filzen


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Gedacht hatte ich es mir natürlich etwas anders, auch das Motiv sollte mehr in Richtung "Geburt eines Planeten" gehen.

Von Elina - bzw. zuerst ihrem Mann - wurde es dann aber bei der ersten Ansich spontan gaaaanz anders betitelt.

Na, Ideen? Freie Assoziationen aller Arten sind erlaubt; ich erzähle dann später, wer richtig liegt.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Hyvää paivää, meine Lieben!

Und schon bin ich zurück aus Finnland. Schnell ist diese eine Woche vergangen, und ich bin noch voller Eindrücke. Das Filzen bei Elina war aufregend, spannend, ereignisreich, informativ, lustig, genussvoll, anstrengend, produktiv, lehrreich, wenn auch nicht immer didaktisch strukturiert, wie es sich für eine Künstlerin gehört :-) . Wenn ihr mal Elinas Webseite angesehen habt, dann bekomm tihr schon einen sehr realistischen Eindruck: sie ist sehr energiereich, sprudelt vor Ideen, weiß auf jede Frage eine Antwort, ist kreativ, unkompliziert und nett.

Aber erst mal von vorn: In Helsinki angekommen, traf ich erst mal auf zwei weitere Teilnehmerinnen des Workshops. Nachdem wir uns so passend mit hochgehaltenen Namenszetten erkennt hatten, suchten und fanden wir unseren Bus nach Lahti, wo wir ein Hotel gebucht hatten. Wir gingen nett italienisch essen, wo wir sofort auf einen ausgewanderten Aachener trafen, der dort kellnerte. Nachdem wir ausgiebig gekölscht hatten, konnte er uns nicht richtig helfen, was unsere weitere Busverbindung anging.

Also telefonierten wir mit Elina, die uns etwas von "Andrew and his mother" erzählte. Dies verwirrte uns zunächst, weil das ja nichts mit der Busverbindung zu tun hatte, doch nach einiger Zeit fanden wir heraus, dass im gleichen Hotel zwei Kanadier mit Mietwagen abgestiegen waren. Irgendwann konnten wir diese auch identifizieren und schon mal unser Gepäck für den nächsten Tag auf´s Auge bzw. Auto drücken.

Wir fuhren mit dem Bus als am Montag nach Orimattila, wo wir von Elinas Assistentin abgeholt wurden. Erst mal sollten wir noch etwas zu Essen für die Woche einkaufen, dann ging es los zu unserem Treffpunkt. Irgendwann kamen wir mitten im Wald an einer großen Hütte an; sehr idyllisch in Alleinlage, 500 Meter dahinter ging es zu den Saunas und einem riesigen, eiskalten See.
Das war schon mal toll, typisch finnisch, sehr einladend :-).

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Wir nahmen erst mal unsere Betten in Beschlag und machten uns mit bereits angekommenen Teilnehmern bekannt. Wir wurden dann gut mit Süßem und Kaffee verköstigt (übrigens, Finnland ist ein Kaffeetrinkerland), während wir auf die restlichen Leute warteten. So nach und nach trudelten dann alle ein, und auch Elina tauchte wie ein kleiner Wirbelsturm mittendrin auf.

Sofort wurde die einzelnen Teilnehmer wurden begrüßt, und wir konnten erkennen, dass wir mit Teilnehmern aus Deutschland, Schweiz, Holland, Norwegen, Kanada, USA, Libanon, Estland und Finnland wirklich weit gestreut waren. Danach stellte Elina das vorgesehene Programm vor. Verschiedene Materialien bzw. Filze wurde beschrieben und dann ging es auch schon ans Arbeiten.

Zunächst wurden Handschuhe hergestellt aus Prefelt, die mit kleineren "Filz-Anhängseln" wie Stacheln, Blätter, Blumen ergänzt wurden. Diese wurden je nach persönlicher Neigung entweder angenadelt oder genäht, bevor sie gefilzt wurden.

Es ging hierbei also erst mal darum, Erfahrungen zu machen mit dem Material und der Technik; Dinge wie Schrumpfung, Filzgeschwindigkeit und -dauer, Reihenfolge des Anfilzens etc.

So sah das mal zwischendrin aus:
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und das ist draus geworden. Das Papiermusterist übrigens die unrsprüngliche Größe des Filzes (ein Schrumpfungsfaktor von ca. 35 %).
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So, demnächst mehr von Finnland - wann genau weiß ich nicht, da ich am Samstag schon wieder für eine Woche weg bin. Aber so nach und nach gibt´s finnische Häppchen :-)

Macht´s gut und nähdään!


Hier noch ein Foto von Handschuhen zweier anderer Teilnehmer:
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Samstag, 16. Juni 2007

Fafife

Das werde ich die nächste Woche machen!

Häää? Fafife?

Genau: Fabulous finnish felting!!

Am Sonntag früh fliege ich nach Finnland. Ich werde eine Woche am internationalen Filzworkshop bei der grandiosen Elina Saari teilnehmen.

Bestimmt werde ich mit verrunzelten Händen und viel Muskelkater zurück kommen (Elina hat schon versichert, dass sie uns viel abverlangt) , doch genau so sicher werde ich mit viel neuem Wissen und Erfahrung zurück kommen.

Ausserdem ist in dieser Woche Midsommer, was in Finnland wohl auf das folgende Wochenende gefeiert wird. Da bin ich allerdings in Helsinki, dass dann wohl leer gefegt sein wird. Mal sehen, was so passiert.

Leute, so langsam, wo meine Koffer bald gepackt und noch etliche Angelegenheiten erledigt sind, so langsam merke ich, dass sich in mir die Vorfreude und aufgeregte Erwartung ihre Bahnen brechen.

Ich bin ja ssooooo gespannt!!!!

Montag, 21. Mai 2007

Das Auge des Orkans

ist das hier aber nicht:

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Wer das wohl bei mir vergessen hat?

Mittwoch, 25. April 2007

Fußbekleidung für die junge Prinzessin

wollte´ ich nur mal schnell gezeigt haben:

Größe 26, standesgemäß mit Krönchenperlen, die Sohle mit Plusterfarbe spiralbemalt als Stopper

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Mittwoch, 14. März 2007

Eine Katzenhöhle

sollte das werden, ist aber nicht so geworden wie es sollte!

Morgen fahre ich für einige Tage an den Bodensee - und jaa, ich werde auch einen Abstecher in die Schweiz machen - um endlich wieder Menschen zu sehen, die mir an´s Herz gewachsen sind.

Unter anderem wollte ich eine gefilzte Katzenhöhle mitbringen. Leider hat sich das Teil selbstständig gemacht: die Einlage ist beim Anfilzen in der Bambusmatte total verrutscht und deshalb ist die Form nicht mehr rund und die Ränder sind knubbelig.

Dadurch ist die geplante Standfläche nicht zu gebrauchen, so daß ich das Teil also anders wenden muß. Aber dadurch ist die Öffnung recht unpraktisch platziert.

GGgrrr! *seufz* ... naja, kann immer passieren...
Natürlich versuchte ich zu retten, was zu retten ging. Das ist nun draus geworden, wirklich eine 100 %ige Planabweichung.

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Mal sehen, was meine Freundin bzw. deren Katzen dazu meinen - vielleicht werde ich mir eine ganz andere Nutzun dafür erschliessen müssen. Vorschläge sind willkommen :-)

Aber wenigstens findet unser Hund es interessant - hoffentlich ist er nicht zu enttäuscht, daß die Katzenhöhle nicht besetzt ist *g*.

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Donnerstag, 25. Januar 2007

Juchuuu,

sie sind da!! 3-2-1-Meins hat es ermöglicht...

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Meine Handkarden (von Louet), sogar mit noch ein wenig Wolle sind heute angekommen *freu*. Sie scheinen noch nicht so viel gebraucht worden zu sein, bzw. sind gut gepflegt.

Da kann ich mich an meine Rohwolle dransetzen und kämmen und kämmen. Mal sehen, wie es funktioniert.

Aber hier gibt es eine kleine Anleitung, wie es gemacht wird.

(Überhaupt sehr empfehlenswert, diese Seite! Sich da umzusehen ist vielleicht auch für Handspinner ganz interessant *g*)

So, dann bin ich mal abgemeldet und kardiere.

Sonntag, 7. Januar 2007

Schrumpfproben

können sich nicht nur in kleine Taschen o.ä. verwandeln. Nein, es tun sich ganz neue Möglichkeiten auf.

Ich habe einen Auftrag für eine Herrenweste bekommen (ein Geschenk). Während deren Planung hat sich dann doch heraus kristallisiert, dass ich das lieber nicht "auf gut Glück" machen will.

Sollten Farbe und Muster doch nicht gefallen, wo wäre das für alle einfach zu schade. Also bekommt besagter Herr einen Gutschein, den er dann nach seinen Vorstellungen ausformulieren kann :-) .

Da ich neue Wolle habe und eine Schrumpfprobe machen muss, habe ich vorgeschlagen, daraus den Gutschein zu machen - nachtürlich passend zu Thema.
Und so sieht er aus, wirklich ganz knuffig (zum Vergleich ein Streichholz):


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Und hier nochmal angezogen an einem Freiwilligen *g*:

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Na, ich hoffe, dass die XL-Version dann auch was wird.

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