nähen

Dienstag, 5. Februar 2008

Rosalie aus den Himmlischen Gefilden

schwarze Augen, braune volle Haare, 45 cm groß, geschlechtslos und voll flugtauglich lässt euch grüßen:

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Wer jetzt aufschreit, dass das doch eine Tilda ist - nun, der hat nicht so ganz Unrecht.
Ich suchte ein Geschenk in Engelgestalt und es sollte genäht sein - und ich habe mich an die Tildas erinnert.
Okay, es ist ziemlich unkreativ, etwas nachzuarbeiten - aber andererseits ist die Tilda auch "nur" eine Puppe.

Und: ich habe nur ein Foto als Vorlage gehabt. Nichts mit "ich kaufe mir eine Fertigpackung", neee, so einfach will ich´s auch nicht haben. Ich bitte also darum, folgende Arbeiten anzuerkennen *g*:

- ein Schnittmuster für die Puppe habe ich nach dem Foto selbst erstellt - und ich kann euch sagen, die richtige Proportion für die Nase zu finden, hat erst im zweiten Anlauf funktioniert

- Puppentrikot hatte ich auch keines, also habe ich in meinem Fundus einen festen Jersey gefunden -also aufpassen, wie sich der Stoff auf das Schnittmuster auswirkt

- gestopft habe ich mit Schafwolle - und das war wirklich das Ätzendste: gleichmäßig diese überlangen und dünnen Arme und Beine zu stopfen ist nervenaufreibend

- dann ging erst richtig los: ein Schnittmuster entwerfen für die Jacke - mach das mal, wenn die Puppe so gar keine Schultern hat;
die Hose war dagegen recht einfach, auch wenn die Puppe keinen Hintern hat

- der Stoff: für die Jacke musste es ein selbst gefilzter Stoff sein - zuerst hatte ich ein Stücke orange mit beigen irgndwas in Nunotechnik - das ist zu wenig geworden.
Außerdem fiel mir auf, dass ich keine weiteren passenden Stoffe für die restliche Kleidung hatte.
Was ich aber vorrätig hatte, war eher etwas in Rottönen. Also was lag näher, als ein Stück in Naturfarbe zu Filzen und dann zu färben.
Allerdings hatte ich nur noch Seidenmalfarbe da - was ich dann natürlich einfach ausprobieren musste. Es hat auch geklappt - der Mikrowelle sei dank - auch wenn der Farbton anders als erwartet war.
Das bedeutete nun, dass nun doch auch die Hose farblich passend gemacht werden musste: also flexibel umgeplant und ein Stück Seide genäht und entsprechend eingefärbt. Mit dem Bügeleisen zu heiß gebügelt ergab sich noch ein nettes Muster - perfekt!
Also dann die Hose gesäumt, die Beinnähte geschlossen, und ein Gummibund eingesetzt - so ohne Hintern rutscht dem Engel sonst die Androgynität hervor.

- das Kleid ist in meiner momentanen Lieblingstechnik entstanden: mit Acrylfarben gestempelter Stoff (hier auf hauchdünnem Batist).
Mit einigen Perlchen verziert ist das ganz nett.

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- die Pantoffel sind ein Foto wert - aber leider ist das Foto nix geworden - also erzähl ich´s einfach: aus Filzresten der Jacke habe ich kleine - wirklich kleine- Dreiecke ausgeschnitten und mit einer Spirale maschinenbestickt (1,3 cm Seitenlänge);
diese Dreiecke habe ich dann auf eine Minisohle von 2 x 1 cm mit Hand genäht - diese Pfriemelei war eine echte Herausforderung für mich eher mit Ungeduld Werkelnde

- was wäre ein Engel ohne Flügel:
schnell ein passendes Schnittmuster gemacht - Satin und Vlies ausgeschnitten, die drei Lagen zusammen genäht und mit Maschine einige Spiralen gequiltet - schon konnte Rosalie fliegen

- zuletzt das Gesicht:
wichtig ist, erst mit den Haaren zu beginnen, um danach die Position der Augen besser bestimmen zu können;
hier habe ich etwas grobere Wolle vom Lausitzer Schaf genommen, sie aufgenadelt und die Zöpfe geflochten - Frisur muss sein!
Augen und Mund habe ich danach mit Perlgarn gestickt.
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Tja, so ist sie also nun fertig angezogen - doch um aus dem Haus zu gehen, fehlte noch das richtige Make up. Und in der Tat bekam sie noch auf jede Wange einen kleinen Tupfer Rouge - leider war da das Fotoshooting schon vorbei - deshalb hier nur ungeschminkte Wahrheiten.

Und was meinst du nun zu dem Beitrag? Ziemlich lang(atmig) und vielleicht gar nicht so interessant? Nur ein Foto hätte es auch getan?
Nun, diesen Gedanken habe ich auch schon gehabt.
Dennoch wollte ich mal zeigen, wieviel Arbeit und Mühe hinter einer Arbeit stecken kann, die vielleicht gar nicht danach aussieht.

Na ja, aber wahrscheinlich erzähle ich euch da nicht Neues :-).

Mittwoch, 9. Januar 2008

Übrigens ... Neues zum Jahr...

da flatterte uns doch eine Info ins Haus, dass Bekannte - die wir im letzten Jahr leider aus den Augen verloren hatten - geheiratet haben und die Familie konsequenterweise um eine Tochter bereichert haben. Tja, so schnell kann´s gehen, auch wenn es natürlich die übliche Zeit dauert :-) .

Aber was so wirklich nett dabei erscheint ist, dass das Kind am gleichen Tag geboren wurde wie ich. Das verbindet doch, oder?!

Also hab ich schnell mal eine Babymütze genäht und gehe damit das Glückskind begrüßen (ooh,und hoffentlich gefällt und passt es!)

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Dienstag, 11. Dezember 2007

Inspiration

in kreativer Art habe ich durch dieses unbedingt empfehlenswerte Buch erhalten, und direkt mal einige Handstiche ausprobiert.

Das Ergebnis wurde eine ca. 12 cm hohe dreiseitige Puppe aus unterschiedlichen Stoffen, die mit ihrer grünen Farbe schon den Frühling ankündigt. Na, ich hätte nichts dagegen, dass der sich zeigt.

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Na, wie immer lassen die Fotos zu wünschen übrig. Auch sieht sie richtig knuffig aus, wenn sie nicht wie hier liegt, sondern aufgehangen ist und sich dreht.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Ich endlich auch!

Nachdem ich im Inet schon so viele der Eiszapfenpuppen gesehen habe, musste ich mich nun auch dran versuchen. Belinda ist selbst schuld, wenn sie ganz unbedarft die Anleitung preisgibt und zum Mitmachen aufruft *g*.

Hier also eine Variante für meine Tochter, bei der ich für mich neue Sachen probiert habe:


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- ein Digitalfoto auf Polyester direkt gedruckt (weil ich noch keine Transferfolie habe) - was leider nicht gut gelungen ist.
also musste etwas mit Farben (Seidenmalfarbe, auf dem Stoff nachgeholfen werden, so dass es immer "unschöner" wurde und letztendlich gar nicht mehr nach Foto aussieht

- dann habe ich mir einen Stempel gebastelt mit dem Material, das ich als Einlegeschablone zum Filzen nehme. Ich habe keine Ahnung, was genau das ist; vlt. Linoleum, irgendein PVC-Verschnitt? Es war ein Restestück aus dem Baumarkt - und es hat funktioniert.
Für den Anfang habe ich eine einfaches kariertes Muster genommen, damit das Ausschneiden geübt werden kann. Da hatte ich Glück, dass es meiner Tochter gefällt, auch wenn sie es heutzutage in hipper Jugendsprache "Ska-Muster" nennt.
Gedruckt habe ich mit Acrylfarbe, das hat auf dem
Poly gehalten.

- der Rest war nicht schwer: Foto applizieren, Seiten zusammen nähen (vorsicht bei den Federn), füllen, die obere Naht mit den Fäden zusammen fassen, Samtband befestigen, Dekokram dran und aufhängen.

Na, es ist ein Anfang!

Wer braucht schon

Geschenkpapier, um seine Wichteleien zu verpacken?
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Ich habe zumindest für einige Kleinigkeiten dies dreieckigen Beutel genäht, dieser hier aus Brokat und Jaquardstoffen mit Goldkordel.

Die sind wirklich total einfach, schnell zu nähen, bieten viele Möglichkeiten im Design und machen auch schon ungefüllt etwas her.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Autsch...

und das blutet!
Da hab ich gestern doch schnell noch für den Mann eine Hose säumen müssen und was passiert: ich nähe meinen Finger mit fest, tss!

Einmal mit Maschinengeschwindigkeit ins Fleisch rein, kurz zusammengezuckt und gequietscht, und den Finger weggezogen - den Fuß auch, damit ich nicht noch weiter nähen konnte :-) .

Tja, nun gibt es einen Riss im Finger: 6 mm lang und ziemlich tief, ein Mahnmal für meine Dusseligkeit!

Ach ja, die genutzte Einstellung war übrigens der Blindstich - wenn das mal nicht ein böses Omen war :-) .

Samstag, 16. Juni 2007

Wunderbare Knaatschwandlung

So, es ist vollbracht: das Kleid ist jetzt doch fertig geworden. Mit reichlich Geduld ist es jetzt auf mein Leibchen maßgeschneidert - na gut, gaaaanz perfekt ist es nicht, aber 90 %.
Mehr lassen meine Nerven nicht zu!

Aber ich merk´s schon, das werde ich gern anziehen wäre auch noch frustiger, nach so viel Ätz das nur im Schrank zu haben *g*)

Ein Bild hab ich noch keins gemacht. Das muss auch noch etwas warten, weil ich gerade wenig Zeit habe.

Warum? Da musst du den nächsten Beitrag lesen :-).

Donnerstag, 7. Juni 2007

*knaaatsch*

jetzt habe ich ein tolles Kleid gefunden, mir den Schnitt besorgt - und bekomme es einfach nicht hin - ich weiß noch nicht mal wieso! Ich habe sogar erst ein Probekleid gemacht, weil das vorgesehen möglichst perfekt werden soll!
*grumpfl-knaaarz-und-knirschl* Seit zwei Tagen versuche ich, den Schnitt an meinen Körper anzupassen und es klappt einfach nicht - eigentlich einfach: nur sechs Bahnen, normale Teilungsnähte, Seiten-RV, aber natürlich quer durch Länge und Weite 4 verschiedene Größen harmonieren und der Rockteil ist asymmetrisch.. trotzdem!
Ich hab mir sogar nochmal extra ein eigenes Oberteil maßgeschneidert, doch das fällt als Kleid mit anderem Stoff total anders - also Zeitverschwendung;

dann: Arme zu kurz, ich komme hinten nicht an meinen Rücken zum Abstecken - meine selbstgemachte Schneiderpuppe ist nicht mehr mit mir identisch (*hsdlfwoaös*) -die Schneiderkreide bricht durch - vor lauter Ärger hab ich mir ins Kleid geschnitten - und ich habe auch noch eine saublöde Erkältung und bekomme keine Luft (danke Tochter!!)

MENNO!!!

Freitag, 16. Februar 2007

Ich konnt´ es nicht lassen,

hier nochmal 1" in Rot:

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Mittwoch, 24. Mai 2006

über ufos, anos und nanos

oweh - davon gibt es zur Zeit viel zu viel:
Ufos (UnFertige Objekte) wachsen sich schnell zu Bergen an, bis sie dann plageartig jeglich freie Arbeitsfläche verstopfen.
Dinge, die liegenbleiben weil irgendetwas fehlt (Garn, die richtigen Nadeln, bestimmte Knöpfe, Bündchen in der richtigen Farbe, die Lust, die Zeit, die Figur *g*)

Oder auch deshalb, weil die aufdringlichen Anos (akute Nähobjekte) sich durchsetzen. Ganz simpel betören sie mich, indem sie einfach als Idee durch meinen Kopf schwirren und mich dazu bringen, dessen Umsestzung als das allerwichtigste im Nähdasein zu betrachten. Das antreibende Motiv dabei ist die Freude bzw. die Vorstellung, wenn das Teil dann passt und beglückt angezogen wird. Dennoch bringen sie alles durcheinander. Ob das irgendwie hormonell bedingt sein kann?

Und dann sind da noch die Nanos (noch anzufertigende neue Objekte):
liegen auch irgendwo rum, entweder in Schnittmusterteilen, oder ausgeschnittenen Stoffteilen oder in Zeitschriften mit PostIts an den Dingen, die ich auch auf jeden Fall noch machen will. Stapel über Stapel schaut mich an, mich mit den nicht genähten Säumen mahnend - schrecklich!

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