Rosalie aus den Himmlischen Gefilden
schwarze Augen, braune volle Haare, 45 cm groß, geschlechtslos und voll flugtauglich lässt euch grüßen:

Wer jetzt aufschreit, dass das doch eine Tilda ist - nun, der hat nicht so ganz Unrecht.
Ich suchte ein Geschenk in Engelgestalt und es sollte genäht sein - und ich habe mich an die Tildas erinnert.
Okay, es ist ziemlich unkreativ, etwas nachzuarbeiten - aber andererseits ist die Tilda auch "nur" eine Puppe.
Und: ich habe nur ein Foto als Vorlage gehabt. Nichts mit "ich kaufe mir eine Fertigpackung", neee, so einfach will ich´s auch nicht haben. Ich bitte also darum, folgende Arbeiten anzuerkennen *g*:
- ein Schnittmuster für die Puppe habe ich nach dem Foto selbst erstellt - und ich kann euch sagen, die richtige Proportion für die Nase zu finden, hat erst im zweiten Anlauf funktioniert
- Puppentrikot hatte ich auch keines, also habe ich in meinem Fundus einen festen Jersey gefunden -also aufpassen, wie sich der Stoff auf das Schnittmuster auswirkt
- gestopft habe ich mit Schafwolle - und das war wirklich das Ätzendste: gleichmäßig diese überlangen und dünnen Arme und Beine zu stopfen ist nervenaufreibend
- dann ging erst richtig los: ein Schnittmuster entwerfen für die Jacke - mach das mal, wenn die Puppe so gar keine Schultern hat;
die Hose war dagegen recht einfach, auch wenn die Puppe keinen Hintern hat
- der Stoff: für die Jacke musste es ein selbst gefilzter Stoff sein - zuerst hatte ich ein Stücke orange mit beigen irgndwas in Nunotechnik - das ist zu wenig geworden.
Außerdem fiel mir auf, dass ich keine weiteren passenden Stoffe für die restliche Kleidung hatte.
Was ich aber vorrätig hatte, war eher etwas in Rottönen. Also was lag näher, als ein Stück in Naturfarbe zu Filzen und dann zu färben.
Allerdings hatte ich nur noch Seidenmalfarbe da - was ich dann natürlich einfach ausprobieren musste. Es hat auch geklappt - der Mikrowelle sei dank - auch wenn der Farbton anders als erwartet war.
Das bedeutete nun, dass nun doch auch die Hose farblich passend gemacht werden musste: also flexibel umgeplant und ein Stück Seide genäht und entsprechend eingefärbt. Mit dem Bügeleisen zu heiß gebügelt ergab sich noch ein nettes Muster - perfekt!
Also dann die Hose gesäumt, die Beinnähte geschlossen, und ein Gummibund eingesetzt - so ohne Hintern rutscht dem Engel sonst die Androgynität hervor.
- das Kleid ist in meiner momentanen Lieblingstechnik entstanden: mit Acrylfarben gestempelter Stoff (hier auf hauchdünnem Batist).
Mit einigen Perlchen verziert ist das ganz nett.

- die Pantoffel sind ein Foto wert - aber leider ist das Foto nix geworden - also erzähl ich´s einfach: aus Filzresten der Jacke habe ich kleine - wirklich kleine- Dreiecke ausgeschnitten und mit einer Spirale maschinenbestickt (1,3 cm Seitenlänge);
diese Dreiecke habe ich dann auf eine Minisohle von 2 x 1 cm mit Hand genäht - diese Pfriemelei war eine echte Herausforderung für mich eher mit Ungeduld Werkelnde
- was wäre ein Engel ohne Flügel:
schnell ein passendes Schnittmuster gemacht - Satin und Vlies ausgeschnitten, die drei Lagen zusammen genäht und mit Maschine einige Spiralen gequiltet - schon konnte Rosalie fliegen
- zuletzt das Gesicht:
wichtig ist, erst mit den Haaren zu beginnen, um danach die Position der Augen besser bestimmen zu können;
hier habe ich etwas grobere Wolle vom Lausitzer Schaf genommen, sie aufgenadelt und die Zöpfe geflochten - Frisur muss sein!
Augen und Mund habe ich danach mit Perlgarn gestickt.

Tja, so ist sie also nun fertig angezogen - doch um aus dem Haus zu gehen, fehlte noch das richtige Make up. Und in der Tat bekam sie noch auf jede Wange einen kleinen Tupfer Rouge - leider war da das Fotoshooting schon vorbei - deshalb hier nur ungeschminkte Wahrheiten.
Und was meinst du nun zu dem Beitrag? Ziemlich lang(atmig) und vielleicht gar nicht so interessant? Nur ein Foto hätte es auch getan?
Nun, diesen Gedanken habe ich auch schon gehabt.
Dennoch wollte ich mal zeigen, wieviel Arbeit und Mühe hinter einer Arbeit stecken kann, die vielleicht gar nicht danach aussieht.
Na ja, aber wahrscheinlich erzähle ich euch da nicht Neues :-).

Wer jetzt aufschreit, dass das doch eine Tilda ist - nun, der hat nicht so ganz Unrecht.
Ich suchte ein Geschenk in Engelgestalt und es sollte genäht sein - und ich habe mich an die Tildas erinnert.
Okay, es ist ziemlich unkreativ, etwas nachzuarbeiten - aber andererseits ist die Tilda auch "nur" eine Puppe.
Und: ich habe nur ein Foto als Vorlage gehabt. Nichts mit "ich kaufe mir eine Fertigpackung", neee, so einfach will ich´s auch nicht haben. Ich bitte also darum, folgende Arbeiten anzuerkennen *g*:
- ein Schnittmuster für die Puppe habe ich nach dem Foto selbst erstellt - und ich kann euch sagen, die richtige Proportion für die Nase zu finden, hat erst im zweiten Anlauf funktioniert
- Puppentrikot hatte ich auch keines, also habe ich in meinem Fundus einen festen Jersey gefunden -also aufpassen, wie sich der Stoff auf das Schnittmuster auswirkt
- gestopft habe ich mit Schafwolle - und das war wirklich das Ätzendste: gleichmäßig diese überlangen und dünnen Arme und Beine zu stopfen ist nervenaufreibend
- dann ging erst richtig los: ein Schnittmuster entwerfen für die Jacke - mach das mal, wenn die Puppe so gar keine Schultern hat;
die Hose war dagegen recht einfach, auch wenn die Puppe keinen Hintern hat
- der Stoff: für die Jacke musste es ein selbst gefilzter Stoff sein - zuerst hatte ich ein Stücke orange mit beigen irgndwas in Nunotechnik - das ist zu wenig geworden.
Außerdem fiel mir auf, dass ich keine weiteren passenden Stoffe für die restliche Kleidung hatte.
Was ich aber vorrätig hatte, war eher etwas in Rottönen. Also was lag näher, als ein Stück in Naturfarbe zu Filzen und dann zu färben.
Allerdings hatte ich nur noch Seidenmalfarbe da - was ich dann natürlich einfach ausprobieren musste. Es hat auch geklappt - der Mikrowelle sei dank - auch wenn der Farbton anders als erwartet war.
Das bedeutete nun, dass nun doch auch die Hose farblich passend gemacht werden musste: also flexibel umgeplant und ein Stück Seide genäht und entsprechend eingefärbt. Mit dem Bügeleisen zu heiß gebügelt ergab sich noch ein nettes Muster - perfekt!
Also dann die Hose gesäumt, die Beinnähte geschlossen, und ein Gummibund eingesetzt - so ohne Hintern rutscht dem Engel sonst die Androgynität hervor.
- das Kleid ist in meiner momentanen Lieblingstechnik entstanden: mit Acrylfarben gestempelter Stoff (hier auf hauchdünnem Batist).
Mit einigen Perlchen verziert ist das ganz nett.

- die Pantoffel sind ein Foto wert - aber leider ist das Foto nix geworden - also erzähl ich´s einfach: aus Filzresten der Jacke habe ich kleine - wirklich kleine- Dreiecke ausgeschnitten und mit einer Spirale maschinenbestickt (1,3 cm Seitenlänge);
diese Dreiecke habe ich dann auf eine Minisohle von 2 x 1 cm mit Hand genäht - diese Pfriemelei war eine echte Herausforderung für mich eher mit Ungeduld Werkelnde
- was wäre ein Engel ohne Flügel:
schnell ein passendes Schnittmuster gemacht - Satin und Vlies ausgeschnitten, die drei Lagen zusammen genäht und mit Maschine einige Spiralen gequiltet - schon konnte Rosalie fliegen
- zuletzt das Gesicht:
wichtig ist, erst mit den Haaren zu beginnen, um danach die Position der Augen besser bestimmen zu können;
hier habe ich etwas grobere Wolle vom Lausitzer Schaf genommen, sie aufgenadelt und die Zöpfe geflochten - Frisur muss sein!
Augen und Mund habe ich danach mit Perlgarn gestickt.

Tja, so ist sie also nun fertig angezogen - doch um aus dem Haus zu gehen, fehlte noch das richtige Make up. Und in der Tat bekam sie noch auf jede Wange einen kleinen Tupfer Rouge - leider war da das Fotoshooting schon vorbei - deshalb hier nur ungeschminkte Wahrheiten.
Und was meinst du nun zu dem Beitrag? Ziemlich lang(atmig) und vielleicht gar nicht so interessant? Nur ein Foto hätte es auch getan?
Nun, diesen Gedanken habe ich auch schon gehabt.
Dennoch wollte ich mal zeigen, wieviel Arbeit und Mühe hinter einer Arbeit stecken kann, die vielleicht gar nicht danach aussieht.
Na ja, aber wahrscheinlich erzähle ich euch da nicht Neues :-).
EndlosFaden - 5. Feb, 11:50







